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Neuerscheinung SGA - Mangelgeburt

Vorgeburtliches Problem mit Langzeitfolgen
Book Title

Urs Eiholzer (Zürich)
SGA - Mangelgeburt
Ursachen - Risiken - Therapien


XIV + 158 S., 77 Abb., 59 in Farbe, 5 Tab., 2016
CHF 42.00 / EUR 39.00 (broschiert)
 ISBN 978-3-318-05862-8 (broschiert)


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Die Karger Neuerscheinung SGA – Mangelgeburt erläutert Entstehungsweise, Verlaufsform und mögliche Auswirkungen von SGA (Small for Gestational Age) einschliesslich der Behandlungsmöglichkeiten.

Neuste Forschungsergebnisse belegen eindrücklich, dass es bei SGA-Kindern als Folge einer zeitweisen Unterversorgung mit Nährstoffen schon im Mutterbauch zu einer Umprogrammierung des Stoffwechsels kommt. Hier liefert das Buch klare Anhaltspunkte, wie man Wachstumsrückstände bei gefährdeten Kindern erkennen kann, ob es Behandlungsmöglichkeiten für diese Kinder gibt, was sie tatsächlich nützen und welche Risiken eventuell damit verbunden sind.

Diese kompetente und leicht verständliche Publikation ist ein Muss für Kinderärzte, Neonatologen, Gynäkologen, Geburtshelfer und Endokrinologen sowie alle anderen Fachkräfte, die an Wachstumsstörungen, Adipositas, Diabetes und dem metabolischen Syndrom interessiert sind.

Mit SGA – Mangelgeburt / Ursachen – Risiken – Therapien hat der renommierte Autor Professor Dr. med. Urs Eiholzer einen hochinteressanten Beitrag zum Thema Mangelgeburt geleistet. Leicht verständlich, praxisnah und mit vielen authentischen Patientengeschichten werden Entstehung, Verlauf und mögliche Behandlungsformen erörtert.

Hier das Inhaltsverzeichnis, Vorwort und Einleitung zu Ihrer Information.

 

        

 

Krafttraining kann die Bewegungslust bei Kindern steigern

 

Strength training and physical activity in Boys

Reuters Health

Zürich, 04.11.2013 - Ein gezieltes, in der Schule durchgeführtes Krafttraining kann die Bewegungslust bei Kindern steigern.  Die Ergebnisse dieser Studie sind in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Pediatrics erschienen. Unsere Forschergruppe vom Pädiatrisch-Endokrinologischen Zentrum Zürich PEZZ untersucht Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität, Training, Körperzusammensetzung und Alter. In der aktuellen Publikation geht es darum, ob mittels eines gezielten Krafttrainings die körperliche Spontanaktivität, also die Lust auf Bewegung, bei Schulkindern positiv beeinflusst werden kann.

Auslöser unserer Forschungsarbeiten ist die dramatische Abnahme der körperlichen Aktivität unserer Kinder im Verlauf der letzten Jahrzehnte. Die Frage, was man tun kann, damit sich Kinder mehr bewegen, ist zentral. Zuerst konnten wir bei Kindern mit einem Prader-Willi Syndrom, einer komplexen genetischen Störung mit einer grundlegenden Abneigung gegen jede Form von körperlicher Bewegung, zeigen, dass ein 10-minütiges Krafttraining die täglich zurückgelegte Gehstrecke von durchschnittlich 3.7 auf 8 km steigerte. In weiteren Studien konnten wir den positiven Zusammenhang zwischen Trainingsintensität und spontaner körperlicher Aktivität auch bei hochtrainierten Nachwuchs–Eishockeyspielern bestätigen.

Das Hauptziel der aktuellen randomisierten kontrollierten Interventionsstudie war zu untersuchen, ob die Teilnahme an einem Krafttrainingsprogramm, während zwei von drei Schulsportstunden pro Woche, auch bei normalen Kindern einen Einfluss auf die Bewegungslust hat.

110 Mädchen und Knaben aus sechs Schulklassen von Zollikon bei Zürich nahmen während vier Monaten je zur Hälfte entweder an einem strukturierten Krafttrainingsprogramm oder am normalen Schulturnen teil. Am Ende der dreimonatigen Intervention hatte sich die Kraft bei den Knaben und Mädchen der Trainingsgruppe im Vergleich mit der Kontrollgruppe signifikant gesteigert. Zusätzlich zeigte sich bei den Knaben eine 10-prozentige Erhöhung  ihrer Spontanaktivität im Alltag. Das entspricht  einem Energieaufwand von 45 Kilometer Velofahren in der Woche oder dem Konsum von 10 kg Schokolade aufs Jahr hochgerechnet. Diese Zunahme der Bewegungslust ausserhalb des Trainings konnten wir bisher nur bei den Knaben nachweisen. Wir wissen inzwischen, dass sich diese Regulation in der Pubertät ändert. Deshalb hat bei den gleichaltrigen Mädchen, bei welchen anders als bei den Knaben die Pubertätsentwicklung bereits eingesetzt hatte, die Kraft zwar signifikant zugenommen, die Lust auf Bewegung aber nicht.

Die heutige Alltagsbelastung reicht bei vielen Kindern für eine normale Entwicklung von Bewegung und Kraft nicht aus. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Krafttraining im Kindesalter bis zur Pubertät nicht nur die Kraft, sondern gleichzeitig die Lust auf Bewegung fördert. Das wiederum steigert die Kraft zusätzlich und führt zu noch mehr Bewegungslust – eine positive Rückkopplung welche vor allem vor der Pubertät nutzbar ist. Unsere Publikation im Pediatrics hat praktische Bedeutung für prophylaktische gesundheitsfördernde Programme bei Kindern. Leider wurde die Studie vom Nationalfond als nicht unterstützungswürdig abgelehnt.

Kontakt

Prof. Dr. med. Urs Eiholzer urs.eiholzer(at)pezz.ch

Dr. med Udo Meinhardt udo.meinhardt(at)pezz.ch

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