Wir wollen möglichst viele Teilgebiete verstehen und haben für alle relevanten Disziplinen Expertinnen und Experten in unserem Team. Was uns antreibt? Etwas bewegen können für unsere Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen.
Eine private Praxis mit eigenem Forschungsinstitut – rund zwölf Mitarbeitende mit Spezialisierung auf Wachstumsmedizin.
mehr Infos zu Urs Eiholzer
Urs Eiholzer doktorierte nach seinem Medizinstudium bei Prof. Hanspeter Rohr an der Universität Basel. Weiterbildungen absolvierte er in allgemeiner Pädiatrie in Luzern, Zürich und v.a. in Lausanne bei Prof. Emile Gautier sowie in pädiatrischer Endokrinologie bei Prof. Andrea Prader und Prof. Milo Zachmann in Zürich.
Heute leitet Urs Eiholzer das Pädiatrisch-Endokrinologische Zentrum Zürich PEZZ, das er 1987 gegründet und seither zu einem führenden Schweizer Institut in pädiatrischer Endokrinologie aufgebaut hat. Die weitgehend privat finanzierte Forschungsabteilung des PEZZ verfolgt das Ziel, dass Forschungsresultate die Lebensqualität der Erforschten positiv beeinflussen sollen. 2002 erhielt Urs Eiholzer die Venia legendi und wurde 2009 zum Titularprofessor an der Universität Zürich ernannt. Seine klinische Forschung umfasst Fragestellungen über Wachstum, Pubertät, Körperzusammensetzung sowie über bio-psycho-soziale Zusammenhänge.
Neben intensiven Arbeiten rund um das Prader-Willi Syndrom gilt sein Interesse dem Wachstum und der Regulation der körperlichen Aktivität bei Kindern und Jugendlichen.
Urs Eiholzer ist Autor vieler wissenschaftlicher Publikationen und Aufsätzen. Mehrere seiner Bücher wenden sich überdies direkt an die Patienten sowie deren Familien und Betreuer. Zwei seiner Publikationen wurden von der British Medical Association ausgezeichnet.
mehr Infos zu Kees Noordam
Seit Juli 2020 arbeitet Prof. Dr. phil. Dr. med. Kees Noordam im PEZZ. Er ist Teil unseres Ärzteteams und betreut Patienten sowie wissenschaftliche Arbeiten. Er hat als Arzt nochmal eine neue Herausforderung gesucht, nachdem seine eigenen drei Kinder erwachsen waren und ist zusammen mit seiner Frau nach Zürich umgezogen.
Kees Noordam kommt aus den Niederlanden, wo er bis 2020 ärztlicher Direktor und Chefarzt des Amalia Kinderspitals in Nijmwegen und Leiter der dortigen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie war. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung als Kinderarzt und pädiatrischer Endokrinologe hat er einen ausgezeichneten internationalen Ruf und ist versiert in der Abklärung von Wachstums- und Hormonstörungen. Seine wissenschaftlichen Publikationen erstrecken sich über das gesamte Gebiet der pädiatrischen Endokrinologie. Er hat zu Themen wie Kleinwuchs, Diabetes Typ 1, Wachstumshormonbehandlung, Substitution von Geschlechtshormonen, Knochendichte, psychosoziales Verhalten etc. geforscht. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind das sogenannte SGA (Small for Gestational Age /Mangelgeburt) oder auch das Prader Willi Syndrom und das Noonan Syndrom. In Holland hat Prof. Kees Noordam unter anderem das Kinder-Diabetes Zentrum in Nijmegen, wo derzeit über 350 Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ I betreut werden, aufgebaut. Kees Noordam ist Mitbegründer und langjähriger Berater der holländischen Patientenvereinigung “Stiftung Noonan Syndrom” und wird sich für diese „rare disease“ nun auch in der Schweiz stark machen.
mehr Infos zu Claudia Katschnig
Frau Dr. med. Claudia Katschnig ist eine erfahrene Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit Schwerpunkt pädiatrische Endokrinologie und
Diabetologie, die seit 2008 in der Schweiz tätig ist.
Sie kombiniert fundiertes medizinisches Wissen mit einer beeindruckenden Bandbreite an praktischer Erfahrung.
Ihr Medizinstudium absolvierte Claudia
Katschnig an der Medizinischen Universität Graz, wo sie auch promovierte. Ihre berufliche Laufbahn in der Schweiz begann sie als Assistenzärztin auf der Abteilung für Innere Medizin im Akutspital Herisau. Ihre Facharztausbildung zur Kinder- und Jugendmedizinerin startete sie 2008 auf der pädiatrischen Abteilung des Kantonsspitals Winterthur und setzte diese ab 2012 im Kinderspital Zürich fort, wo sie
ihre Ausbildung abschloss. Während ihrer Zeit am Kinderspital Zürich sammelte sie umfassende Erfahrung in allen Bereichen der Pädiatrie,
darunter in den anspruchsvollen Bereichen der Notfallmedizin, Intensivstation und Neonatologie.
2015 begann Dr. Katschnig ihre Spezialisierung im Bereich pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie und erlangte 2017 den Schwerpunkttitel für pädiatrische Endokrinologie. Seitdem ist sie im PEZZ tätig, wo sie mit ihrer Expertise und ihrem Engagement Familien bei Fragen zu Wachstums- und Hormonstörungen unterstützt.
Ihre klinischen Schwerpunkte umfassen:
Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf seltenen Syndromen wie dem
Prader-Willi-Syndrom sowie der Betreuung von Kindern, die als Small for
Gestational Age (SGA) zur Welt kamen.
mehr Infos zu Ilja Dubinski
Dr. med. Ilja Dubinski bringt eine beeindruckende Expertise in der Kinderendokrinologie und Diabetologie mit, die er mit großer Leidenschaft und Engagement ausübt. Seine Karriere führte ihn zuletzt
als Oberarzt an die Universitätskinderklinik der LMU München, bevor er 2023 ins PEZZ wechselte.
Sein Medizinstudium absolvierte Dr. Dubinski an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Bereits früh zeigte er ein großes Interesse an wissenschaftlicher Forschung und promovierte am
Institut für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie an der Frankfurter Stiftung für krebskranke Kinder.
Die Facharztausbildung für Kinder- und Jugendmedizin durchlief er in der Kinderklinik und Kinderpoliklinik des Dr. von Haunerschen Kinderspitals
der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. In dieser Zeit sammelte er umfassende Erfahrungen in verschiedenen medizinischen Disziplinen und erweiterte sein Wissen durch eine Ausbildung in der
Notfallmedizin.
Seine Spezialisierung im Bereich der Pädiatrischen Endokrinologie und Diabetologie begann er parallel und schloss diese erfolgreich bei der Bayerischen Landesärztekammer ab. Anschließend übernahm er als Funktionsoberarzt an der Universitätskinderklinik der LMU München Verantwortung für die Behandlung komplexer Fälle in seinem Fachgebiet.
Seit 2023 ist Dr. Dubinski in einer 100%-Anstellung im PEZZ tätig. Dort begleitet er mit fachlicher Kompetenz und einem ganzheitlichen Ansatz Familien bei Fragen zu Wachstums- und Hormonstörungen. Besonders am
Herzen liegt ihm das Zusammenspiel zwischen körperlicher Gesundheit und psychosozialem Wohlbefinden. Daher erwarb er in Deutschland auch die Qualifikation zur psychosomatischen Grundversorgung von Kindern und Jugendlichen.
Seine klinischen Schwerpunkte umfassen:
Dr. Dubinski hat auch wissenschaftlich bedeutende Beiträge geleistet, insbesondere auf dem Gebiet des Adrenogenitalen Syndroms bei Kindern und Jugendlichen, wofür er mit mehreren Wissenschaftspreisen ausgezeichnet wurde.
Mit seiner breit gefächerten Erfahrung, wissenschaftlichem Engagement und einer ausgeprägten Patientenorientierung bereichert Dr. Dubinski das
Team des PEZZ und ist ein kompetenter Ansprechpartner für komplexe Fragestellungen im Bereich der Kinder- und Jugendendokrinologie
mehr Infos zu Aikaterini Stasinaki
Dr. med. Aikaterini Stasinaki hat ihr Medizinstudium in Griechenland abgeschlossen. Bereits 2010 führte sie ihr beruflicher Weg in die Schweiz, wo sie als Assistenzärztin für Innere Medizin an der Luzerner
Höhenklinik Montana in Crans Montana (VS) begann. Ihre Leidenschaft für die Kinder- und Jugendmedizin entdeckte sie bald und begann 2011 ihre
Facharztausbildung in der Pädiatrie am Kantonsspital Winterthur. Ab 2013 vertiefte sie ihre Expertise am Ostschweizer Kinderspital St. Gallen,
wo sie ihre Facharztausbildung abschloss.
Ab 2016 übernahm Dr. Stasinaki als Oberärztin im Ostschweizer Kinderspital Verantwortung. Dort arbeitete sie sowohl auf der allgemeinpädiatrischen Station als auch auf der Kindernotfallstation und erweiterte ihre Erfahrung in der Behandlung komplexer medizinischer Fälle. Im Jahr 2021
hat sie ihre Zusatzausbildung für den Schwerpunkt "pädiatrische Endokrinologie/Diabetologie" abgeschlossen.
2022 promovierte Dr. Stasinaki an der Universität Zürich. Ihre Dissertation, eine randomisierte kontrollierte Studie über innovative digitale Gesundheitsinterventionen für Adipositas, entstand in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich.
Seit Ende 2024 ergänzt Aikaterini Stasinaki mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer empathischen Art das Ärzteteam im PEZZ.
Sie begleitet Familien mit großem Fachwissen bei Fragen zu Wachstum, Pubertät und hormonellen Störungen.
Ihre Schwerpunkte umfassen:
Privat lebt Dr. Aikaterini Stasinaki mit ihrem Ehemann und ihren drei Kindern in Winterthur.

Seit ich mich mit Medizin beschäftige, treibt mich um, wie man Wissen und Erfahrung weitergeben und multiplizieren kann, so dass viele Patienten von den Erkenntnissen eines Einzelnen profitieren können.
BAUCHGEFÜHL ODER SIEBTER SINN?
Erfahrung kann auch einmal rechtfertigen, Dinge ohne rationale Begründung zu tun. Dies lehrte mich mein ehemaliger Chef Prof. Emile Gautierm, als ich am Morgenrapport mit schlechtem Gewissen erzählte, bei einem Patienten einzig aus einem Gefühl heraus Abklärungen veranlasst zu haben. "Ja Urs, ich wäre wirklich böse geworden, wenn Sie ein Anfänger wären ... aber bei so viel Erfahrung, wie Sie haben, ist das Gefühl ja oft die unbewusste komplexe Integration vieler unterschiedlicher Variablen."
DANKBAR GEBEN, DANKBAR EMPFANGEN
Ich bin überzeugt: um Erfahrung zu teilen, müssen Menschen sich nahestehen. Konkurrenzsituationen und Rivalitäten, verhindern die Weitergabe von Wissen und Erfahrung. Derjenige, der bereit ist, weiterzugeben, verzichtet auf seine Exklusivität. Der Empfänger des Wissenstransfers auf der anderen Seite muss sich eingestehen können, dass er Hilfe und Unterstützung braucht, um ein Meister zu werden. Neben der emotionalen Nähe braucht es Dankbarkeit – Dankbarkeit, dass man Wissen und Erfahrung vermitteln darf, und Dankbarkeit, dass man Wissen und Erfahrung vermittelt erhält.
Ich habe in meinem Leben Zehntausende von Kindern mit den unterschiedlichsten Diagnosen behandeln, betreuen und begleiten dürfen. Am Anfang wurde ich dabei von grossen Lehrern, welche einiges an Nähe zuliessen, angeleitet.
ZUM BEISPIEL BETTNÄSSEN
Die Frage, ob und wie man Erfahrungen weitergeben kann, stellte sich mir erstmals richtig zu Beginn der 1990er Jahre bei der Behandlung von Bettnässern. Das verzögerte nächtliche Trockenwerden ist in der Regel eine isolierte Reifungsstörung. Dabei hatte ich die Erfahrung gemacht, dass die Kinder selbst diesen Reifungsprozess beschleunigen konnten. Um ihnen zu helfen, musste ich drei Fähigkeiten beherrschen:
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Das alles geht nur mir viel Wissen, Erfahrung und Kraft – man muss alles, was geschehen kann, schon x-mal mit anderen Patienten erlebt haben. Das Kind muss den Experten jederzeit erkennen und erfahren können – ein zentraler Teil der Motivationsarbeit. Das geht nicht mit dosierter Kraft. Der Therapeut braucht alle seine Kräfte, um das Kind zu überzeugen. Ich habe bei keinem Kind aufgegeben – und die Kinder meist auch nicht. Und so sind viele trocken geworden.
Dann habe ich ein kleines Buch über das Bettnässen geschrieben mit dem Ziel, mein Wissen und meine Erfahrung für möglichst viele Bettnässer und behandelnde Ärzte fruchtbar zu machen. Dabei quälte mich: Wie soll man innere Haltung, Engagement, Nähe und den siebten Sinn, der sich mit viel Erfahrung einstellt, beschreiben und vermitteln? Zentral ist ja auch, wie einem Betroffene und Eltern wahrnehmen: nicht als Theoretiker und Zuschauer, sondern als echten Mitkämpfer und Mitbeteiligten. Es geht nicht mehr um Tricks und Regeln, sondern um Hoffnung und Motivation. Dabei mir ist klar geworden, wie limitiert Bücher für die Weitergabe von Erfahrung sind.
AUF AUGENHÖHE MIT DEN PATIENTEN
Ich habe während 35 Jahren fast alles gesehen, was die pädiatrische Endokrinologie zu bieten hat. Ich hatte sogar das Glück, die ersten Erfahrungen ganz nahe angeleitet zusammen mit den Mitbegründern der pädiatrischen Endokrinologie, Andrea Prader und Milo Zachmann, machen zu können.
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Dazu kommt, dass ich immer viele Patienten selbst gesehen habe und damit auch von deren Erfahrungen lernen durfte. Das meiste, was ich über das Prader-Willi Syndrom sowie andere seltene und weniger seltene Krankheiten weiss, verdanke ich den Betroffenen, ihren Eltern und Betreuern. Hätte ich nur via Assistenz- oder Oberärzte mit ihnen kommuniziert, hätte ich viele Erkenntnisse nicht gehabt. Sie sind in viele wissenschaftliche Projekte mit wiederum neuen Erfahrungen geflossen.
Ganz zentral ist bei allem der kompetente Umgang mit Eltern und Kindern. Klare Ansagen, was auf sie zukommen wird, und wie wahrscheinlich ein bestimmtes Szenarium ist, nicht nur worst case Szenarien. Keine Voraussagen, um zu zeigen, dass man alles weiss, kein Herunterspielen von Symptomen, aber auch keine blinde Übernahme der Sichtweise der Eltern, kein nach dem Maul reden, um sich anzudienen. Einfach mit den Leuten umgehen, wie man das in der eignen Familie auch tun würde – auf Augenhöhe.
WEITERGEBEN À LA PEZZ
Wie kann man dies alles weitergeben? So wie es Andrea Prader und Milo Zachmann mit mir gemacht haben – nur viel, viel intensiver und länger. So läuft das bei uns im PEZZ: Bei jeder Konsultation ist der Leiter des PEZZ mitinvolviert. Bei einfachen Kontrollen reicht dazu manchmal ein Blick auf die Daten und Kurven. Bei neuen Patienten und bei allen komplexen Situationen nimmt der Leiter in aller Regel an der Konsultation teil. Dem Bedürfnis der Eltern und der Sache entsprechend finden also die Konsultationen über eine kürzere oder längere Zeit zu zweit statt.
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Dieses Konzept soll sicherstellen, dass jedem Patienten das Beste im Hause zur Verfügung stehende Wissen und die entsprechende Erfahrung zu teil werden. Es gibt den Eltern einerseits zusätzliche Sicherheit und erlaubt den jüngeren Ärztinnen, in der konkreten Situation Erfahrungen zu sammeln und vom Erfahreneren zu lernen – und das über Jahre, bis sie die meisten denkbaren Störungen und Situationen mehrmals auf diese Weise durchgespielt haben. (Bei den als ‚Jüngere‘ angesprochenen Ärztinnen geht es wohl gemerkt um bereits sehr erfahrene, seit Jahren fertig ausgebildete und entsprechend diplomierte Fachärztinnen für pädiatrische Endokrinologie.)
Diese spezielle und sehr weitgehende Form der Weitergabe von Wissen und Erfahrung lassen wir uns einiges kosten. Von berechtigten Ausnahmen abgesehen, wird jeweils nur die Leistung eines Arztes verrechnet. Das Engagement für die Weitergabe und Multiplikation von Wissen und Erfahrung schliesst nahtlos an meinen bisherigen 30-jährigen Einsatz für das Prader-Willi Syndrom sowie und meine ebenso lange Tätigkeit in der Fortbildung von Kinderärzten an.
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