Neben der Klinik gibt das IGF-I Auskunft, wenn es richtig interpretiert wird.
Das IGF-I wird meist deshalb bestimmt, weil es zumindest teilweise die Wachstumshormonwirkung spiegelt. Ein niedriges IGF-I kann einen Wachstumshormonmangel anzeigen, muss es aber nicht. Es gibt auch andere Gründe für ein niedriges IGF-I (z. B. chronische Darmkrankheiten).
Mit anderen Worten muss bei einem niedrigen IGF-I ein Wachstumshormonmangel in Erwägung gezogen werden. Ein eindeutig normales IGF-I schliesst einen Wachstumshormonmangel meist aus. Was ist aber nun ein eindeutig normales IGF-I? Das IGF-I-Resultat muss wirklich normal sein, d.h. in der Mitte des Normbereiches oder darüber. Genau gesagt liegt die Grenze bei -1 SD. Darunter muss ein Wachstumshormonmangel in Erwägung gezogen werden.
Die SDS-Berechnung basiert auf:
Bidlingmaier et al. Clin Endocrinol Metab, 2014, 99(5):1712–1721
Letzte Änderung: 25.03.2021
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